Die Vorrunde ist beendet, die Teams nun eingespielt und auf die äußeren Bedingungen eingestellt: Nach den ersten beiden Wettkampftagen in zwei Gruppen treffen die teilnehmenden Nationen nun im direkten Duell aufeinander – in der Double Elimination.

Seit den Weltmeisterschaften der Männer 2015 in Argentinien greift der Internationale Faustballverband in seiner Endrunde auf dieses Spielsystem zurück. Im Wesentlichen unterscheidet sich das Format gegenüber dem oft bekannten einfachen K.O.-System darin, dass eine einmalige Niederlage nicht das Ausscheiden aus dem Turnier bedeutet. Wer in der Siegerrunde bis zum Halbfinale sein Spiel verliert, rutscht in die Verliererrunde und kann dort mit weiteren Erfolgen noch den Einzug ins Halbfinale schaffen. Erst nach der zweiten Niederlage scheidet eine Mannschaft aus dem Turnier aus.

Bei der Frauen-WM in Linz qualifizieren sich die besten acht Teams für diese Double Elimination. Brasilien, Deutschland, die Schweiz, Argentinien, Österreich und Italien stehen durch ihre Platzierungen in den Vorrundengruppen bereits als Teilnehmer fest. In den Qualifikations-Duellen zwischen Serbien und Belgien sowie Neuseeland und Polen werden dazu die zwei fehlenden Teams ermittelt.

“Mit dem Double-Elimination-Modus haben wir aber ein Format gefunden, das sehr reizvoll ist. In jedem Spiel muss jedes Team an seine Höchstleistung gehen“, ist Winfried Kronsteiner, Vorsitzender der IFA-Sportkommission und Technischer Delegierte bei der Frauen-WM, vom Format überzeugt. Die aufeinandertreffenden Mannschaften würden sich häufig auf ähnlichem Niveau befinden, die Spiele somit knapper werden.
Für die Zuschauer bedeutet der Modus, dass es bereits früh im Turnier zu Duellen der Top-Nationen kommen kann. Wenn es keine große Überraschung gibt, würde somit am Donnerstagabend bereits Deutschland gegen die Schweiz spielen und Brasilien auf Österreich treffen.

Premiere für President´s Cup

Die beiden Verlierer der Qualifikation zur Double Elimination und der Sechstplatzierte der Gruppe B, Tschechien, werden am zum ersten Mal stattfindenden President´s Cup teilnehmen. In einer einfachen Runde Jeder-gegen-Jeden werden die beiden Teilnehmer des eigenen President´s Cup-Finals ausgespielt. Der Sieger in diesem Duell wird Neunter. “Das gibt den kleineren Nationen die Möglichkeit, ihren eigenen Sieger auszuspielen und wird sicherlich spannend”, freut sich Karl Weiß, Präsident des Internationalen Faustballverbandes, auf die Begegnungen.